Versteigerungsdaten/​Terminsbestimmung

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft soll am Freitag, 27. November 2026 um 9:00 Uhr folgender Grundbesitz im Amtsgericht Zweibrücken, Sitzungssaal 2, Herzogstraße 2, 66482 Zweibrücken öffentlich versteigert werden:

Lfd. Nr. 1, Flurstück 58/3, 1/2 Miteigentumsanteil an Wohn- und Geschäftshaus, Verkehrswert: 50.500,00 €
Lfd. Nr. 2, Flurstück 58/3, 1/2 Miteigentumsanteil an Wohn- und Geschäftshaus, Verkehrswert: 50.500,00 €
Gesamtverkehrswert: 101.000,00 €

Vollständige Versteigerungsdaten zu diesem Verfahren entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung.

Verkehrswert
101.000,00 €
Versteigerungstermin
27.11.2026, 09:00 Uhr
Aktenzeichen
1 K 16/25
Versteigerungsart
Teilungsversteigerung
Wertermittlungsstichtag
09.02.26
Besichtigungsart
Innen- und Außenbesichtigung
Wertgrenzen
gelten
Amtliche Bekanntmachung
Gutachten (Zum Herunterladen müssen Sie angemeldet sein.)
63 Seiten 6 MB

Objektdaten

KellerDusche
Objekttyp
Wohn- und Geschäftshaus
Grundstücksfläche
320 m²
Heizungsart
Zentralheizung
Objektzustand
befriedigend
Baujahr
ca. 1900
Verfügbarkeit
leerstehend
Anzahl Etagen
2

Objektbeschreibung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um zwei 1/2-Miteigentumsanteile an einem einseitig angebauten, zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshaus.

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 09.02.2026 innen und außen besichtigt. Besichtigt wurden das Wohn- und Geschäftshaus einschließlich Keller, Erd-, Ober- und Dachgeschoss sowie das Nebengebäude; Wohnflächen und Gebäudedaten wurden ergänzend anhand örtlichen Aufmaßes und Unterlagen bewertet.

Gebäude

Das Hauptgebäude ist ein einseitig angebautes Wohn- und Geschäftshaus in massiver Bauweise, geschätzt um 1900 errichtet. Es ist zweigeschossig, teilweise unterkellert und mit einem nicht ausgebauten Dachgeschoss versehen. Für die Wertermittlung wird als wirtschaftlichste Folgenutzung die Umnutzung in ein Zweifamilienhaus unterstellt. Die geschätzte Wohnfläche nach Umnutzung beträgt ca. 211 m²; rechnerisch wurden 112 m² im Erdgeschoss und 107 m² im Obergeschoss erfasst, zuzüglich gemeinschaftlichem Treppenhaus. Die Brutto-Grundfläche beträgt ca. 432 m².

Im Kellergeschoss befinden sich von innen zugängliche Kellerräume in Minderhöhe. Das Erdgeschoss umfasst links den ehemaligen Ladenbereich und rechts Flur, Wohnzimmer, Küche und Bad. Küche und Bad sind nur über das Wohnzimmer erreichbar und damit mehrfach gefangene Räume. Im Obergeschoss liegt eine Wohnung mit Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer, drei Schlafzimmern und einem Arbeitszimmer; auch hier ist ein Schlafzimmer nur als gefangener Raum erreichbar. Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut und dient als Speicher; der Zugang erfolgt über eine Einschubtreppe.

Die Grundrissgestaltung ist insgesamt deutlich nachteilig. Im Erdgeschoss fehlt bei Einbeziehung des früheren Ladenbereichs noch die Abgeschlossenheit der Wohneinheit; für die Bewertung wird deren Herstellung unterstellt. Belichtung und Besonnung wurden als ausreichend beurteilt. Modernisierungen erfolgten nur in Teilbereichen, insbesondere teilweise im Innenausbau, an elektrischen Installationen, vereinzelt an Fenstern sowie an der Heizung.

Der bauliche Zustand des Gebäudes wurde als befriedigend, jedoch mit deutlichem Renovierungsbedarf beschrieben. Wertrelevant sind aufsteigende Mauerwerksfeuchtigkeit im Kellergeschoss, fehlende Dachdämmung, überalterte Eingangstüren, teilweiser Instandsetzungsbedarf an Innenböden, Modernisierungsbedarf der Elektroinstallation und erhebliche Grundrissmängel.

weitere Gebäude

Auf dem Grundstück steht zusätzlich ein massives, eingeschossiges Nebengebäude ohne Keller mit Satteldach. Es wurde augenscheinlich als Kühl- und Lagergebäude der früheren Metzgerei genutzt.

Das Nebengebäude ist stark schadhaft; genannt werden insbesondere Feuchtigkeitsschäden und erhebliche Mauerwerksrisse. Eine Instandsetzung wurde als unwirtschaftlich beurteilt, weshalb für die Wertermittlung der Abriss als wirtschaftlichste Lösung unterstellt wird.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Gebäude leer stehend.

Ausstattung

  • Dachform und Dachdeckung: Satteldach mit kleinem Walm an der Giebelseite; Holzdach ohne Aufbauten; Eindeckung mit Tonziegeln; keine Dämmung, oberste Geschossdecke nicht gedämmt

  • Heizung und Warmwasser: Gas-Brennwertgerät mit zentraler Warmwasserbereitung; Wärmeabgabe über Stahlradiatoren

  • Elektroinstallation: einfache Ausstattung; teilweise modernisiert, insgesamt weiterer Modernisierungsbedarf

  • Fenster: Kunststofffenster mit Isolierverglasung; Kunststoffrollläden

  • Sanitär: Bad im Erdgeschoss mit eingebauter Dusche, Stand-WC mit Aufputzspülkasten und Waschbecken; Bad im Obergeschoss mit eingebauter Badewanne, Stand-WC mit Aufputzspülkasten und Waschbecken; insgesamt einfache, teilweise modernisierte Ausstattung

Lage

Das Objekt liegt in 66919 Saalstadt in der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben mit ca. 300 Einwohnern im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz.

Es befindet sich in der Nähe des Ortskerns in einfacher Wohn- und Geschäftslage. Die Umgebungsbebauung ist überwiegend wohnbaulich geprägt und besteht vorwiegend aus offener 1- bis 2-geschossiger Bauweise. Das Grundstück liegt an einer innerörtlichen Straße mit etwas erhöhtem Verkehrsaufkommen; als Beeinträchtigung wurden geringe Einwirkungen durch Straßenverkehr genannt.

Die überörtliche Anbindung ist über die A 62, Anschlussstelle Weselberg in ca. 5 km, gegeben. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Pirmasens in ca. 16 km Entfernung.

Das Grundstück ist 320 m² groß, leicht hängig und von sehr unregelmäßiger Form. Die Straßenfront beträgt ca. 24 m. Das Hauptgebäude ist an den linken Nachbarn angebaut; Haupt- und Nebengebäude stehen teilweise auf der Grundstücksgrenze. Der Innenhof ist mit Natursteinpflaster befestigt. Das Grundstück ist mit Strom, Wasser, Gas, Kanal und Telefon erschlossen.

Hinweis: Die Position auf der Karte ist möglicherweise ungenau. Angabe ohne Gewähr.

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